Leben im Alter

Die wachsende Altersarmut macht uns immer mehr Sorgen, wir wollen sie nicht einfach hinnehmen.

Auch ältere Menschen müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Ob zum Seniorentreffen, beim Sportverein oder falls Enkeldienst angesagt ist, das darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Es kann nicht sein dass das ehrenamtliche Engagement ausfällt, weil die Kosten zu hoch sind.

Denn das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen. Mitmachen, mitbestimmen, teilhaben, das lässt sich an vielen Punkten festmachen. Dazu gehören zum Beispiel barrierefreier öffentlicher Nahverkehr und Wohnungen, in denen man alt werden kann. Wer wünscht sich nicht, weiterhin in der lieb gewonnenen Wohnung zu bleiben, auch wenn die "Zipperlein" anfangen oder wenn pflegerische Hilfe benötigt wird.

Deshalb sind jetzt schon Reformen am Arbeitsmarkt nötig - und: die gesetzliche Rentenversicherung muss weiterentwickelt werden. Die Rente muss wieder den Lebensstandard sichern und Altersarmut verhindern. Mit der Einführung des Mindestlohnes wurde bereits ein Weg geschaffen.

Wir brauchen eine Erwerbstätigenversicherung mit Mindestrente, die Lebensstandardsicherung und Armutsfestigkeit bietet.

Erfahrung schafft Zukunft: Älter werden in einer Welt im Wandel und Wandel erzwingt Reformen.

Die Erfahrung der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger ist für unsere Gesellschaft wichtig, sogar unverzichtbar. Daher muss die gesellschaftliche Teilhabe durch Mitwirkung an der politischen Willensbildung gefördert werden. Wir wollen aber vor allem auch die Potenziale nutzen, die sich aus der Zusammenarbeit über die Generationen hinweg ergeben. Die Unterschiede in unserer Gesellschaft liegen nicht so sehr zwischen Jung und Alt, sondern eher zwischen Arm und Reich innerhalb der Generationen.